Angela Merkel, CDU

» Wir haben (als eines der wenigen Länder in Europa) das Ziel erreicht, 3 Prozent des BIP für Forschung und Entwicklung auszugeben.«

Die Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stimmt.

Angela Merkel rühmt sich und ihre Regie­rung in ihrer Bilanz-Rede der vergan­ge­nen vier Jahre im Bundes­tag: Deutsch­land habe als eines der weni­gen Länder in Europa das Ziel erreicht, 3 Prozent des BIP (Brut­to­in­lands­pro­dukt) für Forschung und Entwick­lung auszu­ge­ben. Zu Recht, denn diese Aussage stimmt.

Die Staa­ten der Euro­päi­schen Union haben sich im Rahmen ihrer Lissa­bon-Stra­te­gie bereits 2007 das ehrgei­zige Ziel gesetzt, die Ausga­ben für Forschung und Entwick­lung deut­lich zu erhö­hen. Das lang­fris­tige Ziel: Jedes Land in der EU sollte 3 Prozent des Brut­to­in­lands­pro­dukts (BIP) in Forschung und Entwick­lung inves­tie­ren. Dieses Ziel sollte eigent­lich bereits im Jahr 2010 erreicht sein. Im Jahr 2015 ist es in Deutsch­land erst­ma­lig gelun­gen, 3 Prozent des BIP für Forschung und Entwick­lung auszu­ge­ben, damit wurde das Ziel erreicht. Bei der Betrach­tung der Ausga­ben im Zeit­ver­lauf wird deut­lich, sowohl abso­lut als auch gemes­sen am BIP haben sich die Aufwen­dun­gen in diesem Bereich seit dem Jahr 2000 sehr deut­lich gestei­gert. Im Jahr 2015 hat Deutsch­land in abso­lu­ten Zahlen 90 Milli­ar­den Euro in Forschung und Entwick­lung inves­tiert, das entspricht 3 Prozent des Brut­to­in­lands­pro­dukts (BIP). Im Vergleich zum Jahr 2005, mit rund 55,9 Milli­ar­den, ist das ein Anstieg von rund 34 Milliarden.

Im inter­na­tio­na­len Vergleich der OECD Staa­ten liegt Deutsch­land damit auf Platz acht. Mehr in Forschung und Entwick­lung inves­tie­ren nur Israel, Korea, die Schweiz, Japan, Schwe­den, Öster­reich und Däne­mark.  Deutsch­land  inves­tiert also mehr als zum Beispiel die USA, Frank­reich, Finn­land, Norwe­gen oder Großbritannien.

Inner­halb der Euro­päi­schen Union liegt Deutsch­land auf dem vier­ten Platz. Der wich­tigste Inves­tor bleibt die Wirt­schaft, die rund zwei Drit­tel der Ausga­ben in Forschung und Entwick­lung trägt.

Fazit: Angela Merkels Aussage, dass Deutsch­land das Ziel erreicht hat, rund 3 Prozent des Brut­to­in­lands­pro­dukts für Forschung und Entwick­lung auszu­ge­ben, stimmt.

Selina Bölle

Autor: Selina Bölle

Selina macht aktuell ihr Volontariat beim WDR in Köln. Hat Politik- Sozialwissenschaften und Journalistik studiert (M.A).

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